Konsens

Das Aktiv-ist*innen ist ein Raum für alle, die für eine befreite Gesellschaft kämpfen. Damit wir gemeinsam lernen, uns vernetzen und gegenseitig stärken können, braucht es einen respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang. Unser Konsens bildet die Grundlage dafür.


1. Keine Diskriminierung

Wir leben in einem System, das Diskriminierung reproduziert. Beim Aktiv-ist*innen versuchen wir aktiv, diese abzubauen – ob Rassismus, Sexismus, Ableismus, Homo- und Transfeindlichkeit, Klassismus oder religiöse Diskriminierung. Jede Person soll sich sicher und wertgeschätzt fühlen. Diskriminierendes Verhalten hat bei uns keinen Platz.

2. Auch Worte können verletzen

Sprache formt unsere Wahrnehmung. Bitte ordne anderen Menschen kein Geschlecht oder Herkunft anhand von Äußerlichkeiten zu. Nutze die Pronomen, die Personen für sich wählen. Am Info-Tisch gibt es Namensschilder mit Pronomen-Option.

Informiere dich selbst über diskriminierungsarme Sprache, bevor du marginalisierte Personen belastest. Das Awareness-Team und Infomaterialien unterstützen dich dabei. Auf diese Weise lastet die Aufklärungsarbeit weniger auf den Schultern marginalisierter Menschen.

3. Awareness & Grenzen respektieren

Körperkontakt braucht Zustimmung. Grenzen sind individuell. Frag nach, bevor du jemanden umarmst oder berührst.

Ein Awareness-Team ist vor Ort und unterstützt bei Grenzüberschreitungen, Konflikten oder diskriminierenden Situationen. Wende dich vertrauensvoll an das Team – es ist für dich da!

4. Keine Fotos oder Aufnahmen ohne Zustimmung

Respektiere die Privatsphäre aller Teilnehmenden. Fotografiere oder filme nur mit ausdrücklicher Zustimmung der abgebildeten Personen. Viele Aktivist*innen haben gute Gründe, nicht öffentlich erkennbar zu sein. Auch wir werden keine Fotos oder Videos machen.

5. Offenheit & Dialog

Wir alle kommen mit unterschiedlichen kulturellen, sozialen und politischen Prägungen. Bei Unstimmigkeiten tritt in Dialog miteinander und versucht, voneinander zu lernen. Kritik ist wichtig und erwünscht – sie sollte konstruktiv, respektvoll und auf Augenhöhe geäußert werden.

6. Kollektivität & Antikapitalismus

Das Aktiv-ist*innen basiert auf Freiwilligenarbeit und Spenden, nicht auf Profit. Wenn du das Privileg hast, finanziell abgesichert zu sein, folge bitte der Spendenempfehlung. So ermöglichen wir allen die Teilnahme, unabhängig von ökonomischen Voraussetzungen.

Schätze die gemeinschaftlichen Strukturen und Güter. Wir alle tragen Verantwortung dafür, dass das Aktiv-ist*innen funktioniert: Beteilige dich an Aufgaben, halte Räume sauber und respektiere Ruhebereiche.

7. Drogen & Alkohol

Wir verkaufen keinen Alkohol oder andere legale Drogen. Falls du etwas konsumierst, frage die Menschen in deiner Umgebung, ob das in Ordnung für sie ist. Ruhe- und Awareness-Bereiche sind drogenfrei.

8. Wir alle sind das Aktiv-ist*innen

Damit das Aktiv-ist*innen funktioniert, braucht es uns alle. Beteilige dich an Arbeitsschichten, hilf beim Sauberhalten der Räume und respektiere Ruhebereiche. Gemeinsam gestalten wir diesen Raum!


Bei Fragen, Problemen oder Feedback zum Konsens wende dich an das Awareness-Team vor Ort oder schreib uns im Vorfeld: Kontakt