AKTIV-IST*INNEN
Raum für kollektive Vernetzung und politische Bildung in Innsbruck für alle.
Das erste Aktiv-ist*innen-Wochenende hat im Mai 2026 stattgefunden. Hier kannst du nachlesen, worum es ging. Und so viel sei verraten: Es war erst der Anfang. Ein nächstes Mal kommt.
Worum geht’s?
Das Aktiv-ist*innen ist ein Raum für alle, die sich für eine gerechtere Welt einsetzen wollen, oder es bereits tun. An drei Tagen haben wir praktisches Wissen über Aktivismus vermittelt, Strategien geteilt und uns vernetzt. Egal ob gerade erst angefangen oder schon lange aktiv: Hier geht es darum, wie kollektive Organisierung funktioniert und wie wir unsere Anliegen wirkungsvoll nach außen tragen.
Für wen?
Das Aktiv-ist*innen richtet sich an alle Menschen, die sich engagieren wollen, ob für Klimagerechtigkeit, gegen Faschismus, für feministische Anliegen, gegen Rassismus, für soziale Gerechtigkeit oder andere emanzipatorische Kämpfe.
Du brauchst keine Vorkenntnisse. Wir schaffen einen Raum, in dem Fragen willkommen sind und gemeinsam gelernt wird. Auch erfahrene Aktivist*innen sind eingeladen, ihr Wissen zu teilen und sich zu vernetzen.
Was erwartet dich im Programm?
Drei Tage Skillsharing, Workshops und gegenseitiges Lernen. Hier ein Überblick über das, was wir beim letzten mal hatten:
Workshops & Skillsharing
- Aktionstraining – Wie bereiten wir uns auf Aktionen vor?
- Erste Hilfe auf Demos – mit Demosanis IBK
- (il)legal Protest – Rechte und Pflichten rund ums Demonstrieren
- Chaos draußen, Klarheit drinnen – Stabil bleiben, wenn vieles wackelt
- Ziele, Strategie & Taktik – Austausch zwischen verschiedenen Orgas
- Revolutionäre Stadtteilarbeit – mit ankom*a & Berg Fidel solidarisch
- Upcycling – praktisches Werken
- Singen – Zusammen mit dem Antfachistischen HardChor
Bewegung & Vernetzung
- Yoga im Rapoldi-Park – Freitag zum Ankommen
- Acro Yoga – Samstagmorgen
- Plenum & Check-In – mehrmals täglich, gemeinsame Entscheidungen im Konsens
- Gemeinsames Kochen & Essen – vegan, von Teilnehmer*innen für Teilnehmer*innen
- Lagerfeuer & Stockbrot – Samstagabend
Lernen, verlernen, neu lernen
Wir sind nicht perfekt – und das erwarten wir auch von niemandem. Aktiv-ist*innen ist ein Raum, in dem wir gemeinsam lernen: über diskriminierungskritisches Handeln, über solidarisches Miteinander, über uns selbst.
Dabei werden wir Fehler machen. Das gehört dazu. Und genau das ist der Punkt: Fehler sind kein Zeichen von Versagen, sondern Teil des Lernens. Ein Raum, in dem keine Fehler gemacht werden dürfen, ist kein Raum zum Wachsen – sondern einer zum Verstummen.
Wir wollen einen Raum, in dem Menschen sich trauen, Dinge auszuprobieren, Fragen zu stellen und auch mal daneben zu liegen – ohne Angst vor sofortigem Ausschluss. In dem Kritik als Geschenk verstanden wird, nicht als Vernichtung.
Wichtig ist uns: hinschauen, zuhören, reflektieren – und es das nächste Mal besser machen. Gemeinsam.
Das ist kein Freifahrtschein für Grenzüberschreitungen. Es ist ein Angebot: Lasst uns gemeinsam lernen, wie wir miteinander umgehen wollen.
Wie kannst du dabei sein?
Das Wochenende 2026 ist vorbei. Sobald das nächste Aktiv-ist*innen ansteht, öffnet hier wieder die Anmeldung. Schau einfach von Zeit zu Zeit vorbei oder melde dich über unseren sicheren Kontakt, wenn du informiert werden möchtest.
Programm vom letzten Mal ansehen →
Selbstorganisiert & solidarisch
Das Aktiv-ist*innen basiert auf kollektiver Selbstorganisation und wird gemeinsam von allen Teilnehmer*innen gestaltet und getragen. Es gibt keine hierarchischen Strukturen – Entscheidungen treffen wir konsensbasiert und auf Augenhöhe.
Was bedeutet Selbstorganisation konkret?
- Entscheidungen: Wichtige Fragen besprechen wir im Plenum und treffen Entscheidungen im Konsens.
- Raum für alle: Wir schaffen gemeinsam einen Ort, an dem sich alle wohlfühlen und mitgestalten können.
- Gemeinsam kochen: Wir bereiten unser Essen zusammen zu – vegan, lecker und von Teilnehmer*innen angeleitet. Jede*r kann sich einbringen!
- Arbeitsschichten: Vom Spülen über Aufräumen bis zur Kinderbetreuung – das Aktiv-ist*innen funktioniert nur, wenn wir alle mitanpacken.
- Auf Spendenbasis: Die Teilnahme ist kostenfrei bzw. auf Spendenbasis. Wenn du finanziell abgesichert bist, folge bitte der Spendenempfehlung – so ermöglichen wir allen die Teilnahme, unabhängig von ökonomischen Voraussetzungen.
Ansprechpersonen sind vor Ort und unterstützen bei Konflikten oder Grenzüberschreitungen. Gemeinsam schaffen wir einen diskriminierungsfreienWir sind uns bewusst, dass es keine komplett diskriminierungsfreien Räume gibt, sondern nur diskriminierungsarme Räume. Wir haben uns trotzdem für diese Wortwahl entschieden, um unsere Bemühungen auszudrücken. Raum.
Unsere Haltung
Das Aktiv-ist*innen ist antifaschistisch, antirassistisch, feministisch und solidarisch. Wir kämpfen gegen alle Formen von Unterdrückung und Diskriminierung. Unser Zusammenkommen basiert auf unserem Konsens, der ein respektvolles, diskriminierungsfreies Miteinander sicherstellt.
Kein Fußbreit dem Faschismus!
Gemeinsam lernen. Gemeinsam kämpfen. Gemeinsam verändern.
Du möchtest beim nächsten Mal einen Workshop geben?
Wir freuen uns über Beiträge! Wenn du praktisches Wissen, Skills oder Erfahrungen teilen möchtest, melde dich bei uns. Themenvorschläge können sein:
- Rechtliches (z.B. Versammlungsrecht, Demonstrationsrecht)
- Kampagnenplanung & Strategieentwicklung
- Resilienz
- Aktionsformen (z.B. Blockaden, kreative Proteste)
- Skillsharing aus deinen Kämpfen
- Kochen, Handwerk, praktische Skills
- …und alles, was für kollektive Organisierung hilfreich ist!
→ Umfrage für Workshopgebende: workshop-anbieten
Hinweis: Für vertrauliche Kommunikation und Workshop-Vorschläge nutze bitte unseren verschlüsselten Kontakt. Ein einfaches Kontaktformular folgt in Kürze.
Warum vegan?
Das Aktiv-ist*innen dreht sich nicht nur um das Lebewesen Mensch. Unser Essen ist deshalb vegan – als Ausdruck unserer Solidarität mit allen Lebewesen und als Beitrag zu Klimagerechtigkeit und Tierschutz.
Keine Sorge: Auch wenn du noch nie vegan gekocht hast, kannst du dich einbringen! Gemeinsam lernen wir, wie lecker und einfach pflanzliche Küche sein kann.
